Treffpunkt – Dialog
Von 2007 bis 2010 wurde in der Geschichtswerkstatt das erste Sozialprojekt der Minsker Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“, “Altwerden in Würde“ realisiert. Das Projekt war darauf ausgerichtet, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern und die Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben im Alter zu schaffen. Verschiedene Zeitzeugen des Krieges kamen regelmäßig in der Geschichtswerkstatt zusammen und so entstanden im Rahmen des Projekts reguläre Treffen: Interessenklubs, Retro-Filmvorführungen im Museum der belarussischen Filmkunst und Exkursionen. Auch wurden durch das „Altwerden in Würde“-Projekt Lebensmittelpakete an Zeitzeugen verteilt. In den letzten 3 Jahren haben außerdem 10 Menschen qualifizierte ambulante Hilfe zu Hause bekommen. Im Ganzen werden so etwa 3000 ehemalige NS-Opfer von der Geschichtswerkstatt betreut und unterstützt.
Ausgehend von der Arbeit mit den Zeitzeugen ging im Oktober 2010 aus „Altwerden in Würde“ das Projekt “Treffpunkt – Dialog” hervor, wieder mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, dem internationalen gesellschaftlichen Vereinigung „Verständigung“, dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Kirche Hessen/Nassau sowie zahlreichen Einzelspendern.
Insgesamt stellt „Treffpunkt – Dialog“ sozial-psychologische Hilfe und Unterstützung für ehemalige Opfer des Nationalsozialismus oder des Stalinismus, allgemein aber für alle alten Menschen dar und integriert diese in das aktive öffentliche Leben.
Um das zu gewährleisten bietet “Treffpunkt – Dialog”:
-
Die Möglichkeit der Kommunikation untereinander im Rahmen von Interessenklubs: Es gibt den „Klub der deutschen Sprache“, den „Klub der Handarbeit“, den „Klub der Traditionen“ und den „Kino-Klub“;
-
Die aktive Teilnahme älterer Menschen am öffentlichen Leben durch gemeinsame Aktivitäten: Den Tag der Jubilare und das Cafe der Begegnung;
-
Den gegenseitige Austausch von Jung und Alt durch die Gewinnung und Zusammenarbeit mit zahlreichen Freiwilligen;
-
Unterstützung, Motivation und Beistand von Zeitzeugen im „Rat der alten Menschen“
-
Professionelle Unterstützung der Freiwilligen im Rahmen von Psychodramasitzungen des deutschen Spezialisten Fred Dorn
-
Außerdem werden die Probleme der Zielgruppe in den Fokus von Öffentlichkeit und Behörden gerückt, und gleichzeitig auf Veranstaltungen wie dem jährlichen Freiwilligenforum neue Möglichkeiten für die Freiwilligenarbeit geschaffen.
.jpg)
.jpg)
Iryna Kalinovich, Projektkoordinatorin
i.kalinovich@ibb.by
Antonina Chumakova, Assistentin
chumakova@ibb.by
Ul. Suhaja 25
220004 Minsk
Programm der Veranstaltungen im Rahmen des Projektes, März 2012


