Geplante Veröffentlichungen im Jahr 2010
Belarus verlor während des Zweiten Weltkriegs etwa 800 000 von den fast 1 Million hier lebten Juden. Es wurde auch ein Deportationsort für mehr als 26 000 jüdischer Bevölkerung aus Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik. Während der Besatzung und der Massenvernichtung der jüdischen Bevölkerung nahmen hier lebende Menschen an der Rettung von Juden sowie gemeinsam am Untergrund- und Partisanenkampf teil. Allerdings wurden von jüdischer Bevölkerung fast seit ersten Tagen die Untergrund- und nationale jüdische Partisanenbewegung organisiert. So kämpfte während der Nazi-Besatzug im Naliboker Wald in Belarus die größte jüdische Partisanenbewegung. In sowjetischer Zeit wurden trotzdem die Seiten der Holocaustgeschichte sowie des Widerstands kein Gegenstand der Aufmerksamkeit von Historikern. Im Bildungssystem, in Erinnerungskultur an den Krieg wurde eine solche Richtung erst ab dem Beginn des Jahres 1990 gekennzeichnet. Im Jahr 1990 wurde das Nachschlagewerk "Der Große Vaterländische Krieg 1941-1945" herausgegeben, in dem diese Richtung fehlt. Zur gleichen Zeit wurden im Russisch "Die Enzyklopädie des Holocaust" vorbereitet und in London und Moskau veröffentlicht wurde, und die verfügbaren Materialien der belarussischen und ausländischen Historikern könnten ein enzyklopädisches Buch über die Geschichte des Holocaust auf dem Territorium von Belarus vorbilden. So wird zum ersten Mal in enzyklopädischer Form der Sachverhalt des Nazi-Völkermords an der jüdischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten von Belarus präsentiert werden.
2. Handbuch für Schulen und Hochschulen der Republik Belarus "Der Kampf ums Dasein: das Leben und das Überleben im Minsker Ghetto
Während des Großen Vaterländischen Krieges wurden auf dem Territorium der Republik Belarus mehr als 300 Ghettos eingerichtet, wo es etwa 800 000 Juden vernichtet wurden. Zu den größten Standorten der Massenvernichtung in Europa gehören das Minsker Ghetto (ca. 100 Tsd.) und das Todeslager Trostenetz (mehr als 206.500). Besonderen Platz in der Geschichte des Holocaust in Belarus nehmen die aus Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik und anderen europäischen Ländern deportierten Juden. In Gedenken an die Opfer wurden während des letzten Jahrzehnts in Belarus viele Denkmäler restauriert und gebaut, die Aufmerksamkeit auf die ehemaligen Opfer des Völkermords an der jüdischen Bevölkerung verstärken. Das im Jahr 2010 vorbereitete erste Lehrbuch über die Geschichte des Holocaust für Geschichtslehrer wurde ein spürbares Phänomen in der informalen Bildung in Belarus. Nicht große Auflage (300 Exemplare) des Lehrbuchs gibt keine Möglichkeit, dieses Buch in vollem Umfang in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zu verwenden. Als Unterrichtsmaterialien werden Originaldokumente über die Geschichte des Holocaust in Belarus geboten. Historische Informationen über die Holocaustgeschichte in Belarus wurden durch Zeugnisse von ehemaligen Häftlingen des Minsker Ghettos und der Gerechten der Völker ergänzt. In der Anlage sind Dokumente, Fotografien und das Literaturverzeichnis.
3. Ausgabe auf Deutsch ", Wie es war ... Überleben. Leben. Hoffnung. Minsk, 2006. -129 S.
In vorliegenden Veröffentlichungen über die Geschichte des Holocaust in Belarus gibt es nur 5 Bücher, die von belarussischen und ausländischen Historikern zu unterschiedlichen Zeiten vorbereitet waren. Solche Materialien umfassen Anna Krasnoperko, Karl Loewenstein und Hans Rosenberg, das Tagebuch der Schwester Bruck. Die Erinnerungen von Rima Galperina an Kriegsvergangenheit sind durch seine pädagogische Arbeit in Belarus und Deutschland am Prozess des gegenseitigen Verständnisses und der Versöhnung ergänzt. Die Erinnerungen ehemaliger Gefangene von einem der schrecklichsten Ghettos der Ukraine - Domanevskogo. Die Autorin stellt Materialien über Studienreisen nach Deutschland, die Teilnahme am Prozess der Verständigung und Versöhnung zwischen deutschen und weißrussischen Seiten dar.
4. Materialien der internationalen Konferenz " Topographie des Todes: Ghetto, Konzentrationslager und Haftanstalten auf dem Gebiet der Republik Belarus (1941-1944)“
Die Materialien von Historikern und führenden Wissenschaftlern in die Geschichte des Zweiten Weltkrieges, Teilnehmern der internationalen Konferenz über die Probleme der Besatzungspolitik des Völkermords auf dem Territorium von Belarus öffnen wenig bekannte Seiten über die Geschichte der Orte der Freiheitsentziehung und Massenvernichtung in Belarus und Europa. Die bereits in erster Besetzungsphase von Belarus gegründeten Haftanstalten wurden Vernichtungsorte für Kriegsgefangene und Einheimische. Die Auffrischung der Lebensgeschichten, Struktur, Verlustangaben, sowie Umschlagstellen für Konzentrationslager Auschwitz, Majdanek, Sabibor, KZ Sachsenhausen, Dachau, Buchenwald u.a., Probleme des Überlebens und Massenmords in solchen Lagern, wie Trostenetz, Drozdy, Koldychevo, 5. Regiment, und Vernichtungsorte von geistig Behinderten in Novinki haben für breite Öffentlichkeit nicht nur historische und pädagogische, sondern auch praktische Bedeutung. Die Einführung in die Wissenschaft der Zeugnisse über ihren Aufenthalt in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslagern, Gefängnissen und anderen Haftanstalten wird die Gelegenheit bieten, "weiße Flecke" der belorussischen Geschichtsschreibung zu beseitigen. Eine weitere Verdeutlichung der Bedeutung des Problems ist der Mangel an genauer und vollständiger Information über die Opfer des Nationalsozialismus auf zahlreichen Denkmalkomplexen, was die Festlegung von Massenvernichtungsorten erschwert. Für Vollständigkeit der Informationen werden die Materialien von mehr als 100 Gedenkensorten an die Opfer der NS-Politik vorgezeigt.
5. Die Veröffentlichung " Krieg und seine Darstellung: Tagebücher von Wehrmachtsoldaten"
Es wurden die ursprünglichen Notizen vom ehemaligen Mathematiklehrer Eberhard von Hanksleden - Soldaten der Wehrmacht, der ab dem 22. Juni 1941 bis Ende 1941 das Alltagsleben der ersten Kriegstage auf der Route der Bewegung von Brest - Baranowitschi - Minsk - Borisov – Smolensk notierte, präsentiert. Die Notizen enthalten keine Romantik und vermitteln die Vorstellung über persönliche Manifestationen der Wehrmachtssoldaten beim Bekanntmachen mit Natur, Orten und dem täglichen Leben der Dorfbewohner. Diese Art von Ausgaben wird in Weißrussland zum ersten Mal veröffentlicht.
Begründung: Das Tagebuch des Wehrmachtssoldaten ist der erste Versuch, die Originalnotizen ab dem 22. Juni 1941 vorzuliegen. Die Natur der Kampfhandlungen, die Bedingungen für Dislokation in den Orten, den Alltag der Menschen und nur einige Details des Krieges sind aufgezeichnet.
6. Die Veröffentlichung "Erinnerungsorte an den Krieg in Belarus: Kreativität der Architekten Leonid Levin“.
Die Erschaffung vom Architekten Leonid Levin der Gedenkstätten in Orten, die mit der Tragödie weißrussischer und jüdischer Bevölkerung, der Ehrung von Soldaten Roter Armee im Kampf, Partisanen und Untergrundkämpfern verbunden sind, erlangte die in den letzten Jahrzehnten europäische Bedeutung. Belorussische Gedenkstätten globaler Bedeutung über verbrannte Dörfer - Chatyn, den Kindesmissbrauch und Vernichtung - "Krasnyj Bereg", als zentral für die Geschichte vom Minsker Ghetto - "Jama", die Deportationen von Juden aus Europa - "Steine" wurden durch Denkmäler und Zeichen in Gorodeja, Bobruisk, Glusk, Sluzk, David-Gorodok, etc. ergänzt. Nur in den vergangenen fünf Jahren auf dem Territorium von Belarus wurden etwa 50 Orte des Holocaust und Völkermords in Belarus, des Widerstands gegen das Nazi-Regime im Zweiten Weltkrieg von Juden und einheimischer Bevölkerung restauriert. Dank dem berühmten Architekten ist die Abwendung von totalitären Ideen der Erinnerungskultur an den Krieg zu beobachten.
Geplante Veröffentlichungen im Jahre 2009
Veröffentlichungen von Konferenzmaterialien und Forschungsergebnissen
- Die Gerechten - die Erretter: verkannte Helden des Krieges. Materialien der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz.
- “Polen und Belarus im Zweiten Weltkrieg 1939-1941: Besetzung und Erzwingung“ (Der 70. Jahrestag der Anfang des Zweiten Weltkrieges). Materialien der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz.
- Bildungsmethodische Materialien zum Thema „Holocaust“ für Mittelschule
- Kosak Kusma. Deutsche Verluste in Belarus in den Jahren des Großen Vaterländischen Kriegs 1941-1944.
Erinnerungen der Zeitzeugen
- Ostarbeiter: Das Leben im schwarzen Quadrat (zusammen mit E. Lulkina ).
Veröffentlichungen von Konferenzmaterialien und Forschungsergebnissen
2007
1. Klara Hecker „Nemezkie evrei w Minskom getto“ (Deutsche Juden im Minsker Ghetto). Minsk 2007. – 154 S.
2. Isvestnaja „Neisvestnaja” (Die Bekannte „Unbekannte”). Minsk 2007. – 138 S.
3. Pershaja i Drugaja susvetnie vojny: akupazja i jae nastupstvy dlja Belarusi. (Der Erste und der Zweite Weltkriege: Besatzung und ihre Folgen in Belarus). Materialien der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz vom 7. Mai 2005. Minsk 2006. – 256 S.
4. Zhanchyny u Drugoj susvetnaj vajne: gistorua barazbi i vyshyvannja. (Frauen im Zweiten Weltkrieg: Kampf- und Überlebensgeschichte). Materialien der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz vom 4. März 2005. Minsk 2006. – 244 S.
5. Aktualnye voprosy isychenija Holokosta na territorii Belarusi w godu nemezko-fashistskoj okkupazui. (Aktuelle Fragen der Holocaustforschung in Belarus während der deutschen Besatzung). 2. Auflage, Minsk 2006. – 306 S.
6. Belarus u viprabavanniach Vialikaj aichynnaj vajny:masavyja sabojstvy nazistau. (Belarus während des Großen Vaterländischen Krieges: Massenmorde). Materialien der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz vom 2. Juli 2004. Minsk 2005. -306 S.
7. Lager smerzi Trastenez 1941-1944: pamjazi achvjar nazisma u Belarusi. (Todeslager Trostenez 1941-1944: Zum Andenken an die Nazi-Opfer in Belarus). Materialien der internationalen wissenschaftlich-praktischen Konferenz vom 10. November 2004. Minsk 2005. – 316 S.
8. Aktualnye voprosy isuchenija Holokosta na territorii Belarusi w godu nemezko-fashistskoj okkupazui (Aktuelle Fragen der Holocaustforschung in Belarus während der deutschen Besatzung) Sammelband der wissenschaftlichen Werken. Minsk 2005. – 306 S.
9. Drugaja susvetnaja vajna: novija aspekti dasledavanniau (Der Zweite Weltkrieg: neue Forschungsaspekte. Materialien des internationalen wissenschaftlichen Seminars vom 1. September 2003). Minsk 2004. – 306 S.
10. Minskae geta 1941-1943: Tragedia Geraism. Pamiat. (Das Minsker Ghetto 1941-1943: Tragödie. Heldentum. Gedenken) Materialien des internationalen wissenschaftlichen Seminars vom 24. Oktober 2003. Minsk 2004. – 244 S.
11. Visvalenne Belarusi ad germanskix akupantau (vosen 1943 – leta 1944 gg.) (Die Befreiung von Belarus von den deutschen Okkupanten - Herbst 1943 – Sommer 1944). Materialien der Konferenz vom 29. April 2004. Minsk 2004. – 263 S.
12. Belaruska-polskija archiwalii: stan i perpektivy. (Belarussisch-polnische Archivalien: Zustand und Perspektive). Minsk 2003. – 240 S.
13. Gribouski J., Kosak K. „Sabytuja zhaunery Polskaga vojska u chasu drugoj Susvetnaj vajny (Vergessene Soldaten der Polnischen Armee während des Zweiten Weltkrieges). Minsk 2003. – 192 S.
Erinnerungen der Zeitzeugen
14. Das Todeslager Auschwitz: die lebendigen Zeugnisse von Belarus (zusammen mit dem belarussischen Verein der ehemaligen KZ-Häftlingen und antifaschistischen Kämpfern)
2007
16. Denisevich N.I. V finskom lagere. Vospominania i rasmichlenia. In einem finnischen Lager. Erinnerungen und Bedenken. Das 5. Ausgabe. Minsk 2007. – 244 S.
17. Zhiva…Da, ja zhiva! Minskoie getto v vospominaniax Maji Krapinoi i Fridy Reisman. (“Ich lebe... Ja, ich lebe!” Erinnerungen von Zeitzeugen des Minsker Ghettos M. Krapina und F. Rejsman). Materialien und Dokumente. Minsk 2005. -258 ñ. +26 mit Illistr.
18. Gurin N. Puchoschtschina pomnit: Wospominania o vojne. (N. Gurin“Puchowschtschina erinnert sich an ... Erinnerungen an den Krieg”). Minsk 2005. – 317 S.
19. Savolner G., Galperina R. Spasennie is ada. Zhisn i sudba. (G. Sawolner, R. Galperina „Die aus der Hölle Geretteten. Leben und Schicksal“). Die erste Ausgabe. Minsk 2004.
20. Uladimir Pase „Gistorik u gistorui” (Historiker in der Geschichte). Minsk 2004. – 272 S.


